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Aktuell: Programm November/Dezember

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Sonderausstellung im Stadtmuseum Eilenburg

"Eilenburg – Ilburg – Eulenburg" und die Heinzelmännchen

21. Mai – 31. Oktober 2017

Am 20. Mai 2017 wurde im Stadtmuseum Eilenburg die Sonderausstellung "Eilenburg – Ilburg – Eulenburg" und die Heinzelmännchen mit zahlreichen Gästen eröffnet. Auch einige Mitglieder des Familienverbandes der Grafen zu Eulenburg waren an diesem Tag in Eilenburg. Sie nahmen am wissenschaftlichen Kolloquium anlässlich der Sonderausstellung, der anschließenden Kunstauktion im Museum und der Ausstellungseröffnung teil. Einige der Familienmitglieder waren aktiv an der Gestaltung der Ausstellung beteiligt, steuerten Ausstellungsobjekte bei und hielten auch Vorträge zum Kolloquium.

Die Geschichte der Herren zu Ilburg, der heutigen Grafen zu Eulenburg und der Bürgerstadt Eilenburg beginnt fast zeitgleich - vor rund 850 Jahren. Zwei Jahrhunderte prägten die Ilburger Herren die Geschichte einer Region, die sich schließlich bis an die Oder erstreckte. Zwei mächtige Markgrafen stehen am Anfang und am Ende des gemeinsamen Weges der Eilenburger und der Herren zu Ilburg auf ihrer Reise durch die Zeit. Die Ilburger fanden über verschiedene Etappen schließlich in Ostpreußen eine neue Heimat und die engen Bindungen gingen verloren. Erst im ausgehenden 19. Jahrhundert bahnten sich neue Kontakte zwischen den jetzigen einflussreichen Grafen zu Eulenburg und der Stadt Eilenburg an. Nach der friedlichen Revolution begannen Vertreter der Grafenfamilie die alten Beziehungen zu der Stadt Eilenburg wiederzubeleben. Besonders intensive Kontakte entwickelten sich dabei zwischen den Nachfahren der Herren zu Ilburg und dem Eilenburger Stadtmuseum.
Ein wichtiges Bindeglied dieser Beziehungen sind kleine Sagengestalten, die Eilenburger Heinzelmännchen, die in der Familientradition der Grafen und in der Geschichte der Stadt tief verwurzelt sind. Sie gaben schließlich die Inspiration zu einer ersten gemeinsamen Ausstellung zur gemeinsamen Geschichte, gemeinsamen Traditionen und der Pflege des gemeinsamen Erbes bis in die Gegenwart.

Die aktuelle Sonderausstellung im Stadtmuseum Eilenburg ist nicht nur für Kinder und Familien interessant, die sich für die Heinzelmännchen interessieren. Sondern auch für Alle, die sich näher über die Stadtgeschichte Eilenburgs und deren Beziehung zu den Grafen zu Eulenburg informieren wollen.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und eine gelungene Ausstellung!

"Sonntagsschule" am 23. April 2017

Heilpraktikerin beleuchtet Leben und Werk von Hahnemann in Eilenburg

Ein Nachbericht zur "Sonntagsschule" von Sven Lehmann (Text und Foto), www.streuverluste.de

Die Heilpraktikerin Antje Gredig beleuchtet das Leben und Werk von Dr. Samuel Hahnemann in Eilenburg in der Veranstaltungsreihe "Sonntagsschule" des Museums der Stadt. Der Schwerpunkt ihres Vortrages lag auf der Zeit von 1801 bis 1804, in der Hahnemann nachweislich in Eilenburg wirkte und rund 1000 Patienten behandelte. Frau Gredig ist profunde Kennerin der Lehre Hahnemanns, da Sie als Heilpraktikerin unter anderem erfolgreiche Anwenderin der Homöopathie seit über zehn Jahren ist. Sie begründete im Vortrag auch ihre Aussage, dass Hahnemanns Eilenburger Zeit als der Anfang der professionellen Anwendung der Homöopathie überhaupt gelten kann.

Über eine Stunde lauschten die 16 Besucher der Zeitreise an den Anfang des 19. Jahrhunderts in Eilenburg. Der Ausflug war nicht nur ein Sprung in die Geschichte der Stadt an sich, sondern auch ein Einblick in die Medizin dieser Epoche und die Umstände, die Hahnemann Zeit seines Lebens durch halb Europa trieben. Er wurde am 10.04.1755 in Meißen geboren und starb am 02.07.1843 in Paris. Hahnemann wird heute als Arzt, medizinischer Schriftsteller, Übersetzter, aber auch als Chemiker und natürlich als Begründer der Homöopathie gesehen.
Hahnemann und seine Lehre sind auch aktuell noch umstritten. Offensichtlich hat sich seit den über 200 Jahren Homöopathie bezogen auf das Lager von Anhängern und Gegnern der Lehre von Hahnemann in Deutschland nicht viel verändert. International steht die Homöopathie völlig anders da. In Frankreich, Großbritannien, Brasilien oder in Indien, um nur einige Länder zu nennen, ist die Lehre von Samuel Hahnemann selbstverständlicher Bestandteil des Gesundheitssystems.

Das Eilenburger Museum greift die Schaffenszeit des Arztes in Eilenburg auf und präsentiert eine ganze Vitrine um den ersten Homöopathen der Welt.

Der Vortrag "In Eilenburg auf den Spuren von Dr. Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie" ist der Beginn einer kleinen Veranstaltungsreihe von drei Aktivitäten im Rahmen der Internationalen Woche der Homöopathie, die jährlich im April durchgeführt wird. Es folgen noch der Vortrag "Homöopathie ganz praktisch" am 28. April 2017, um 18.30 Uhr im Wohlfühlcafé in Eilenburg (Anmeldung notwendig unter 750 23 23!) und der "Tag der offenen Tür" in Frau Gredigs Praxis am 06. Mai 2017, von 09.00-13.00 Uhr, bei der sie ihre Arbeit als Heilpraktiker und ihre neue Praxis in der August-Fritzsche-Straße 6 kennenlernen können.

Lesen Sie auch den Rückblick auf die Sonntagsschule vom 23. April 2017.

Antje Gredig und Museumsleiter Andreas FlegelAntje Gredig und Museumsleiter Andreas Flegel